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Die Nathan Söderblom Kirche - unser Mittelpunkt

 

 

 

Gedanken zum Palmsonntag. Zum Lesen und zum Hören.

Die Salbung in Betanien, Markus 14, 1-9

Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten. Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe. Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Predigt zu Markus 14,1-9 am Palmsonntag, 5. April 2020

Kostbar war der Moment, als sie das Haus betrat, das Salböl in den Händen, um Liebe zu verschwenden. Kostbar war der Moment. Gepriesen, was sie tat.

Auf einmal steht sie da und es wird still im Haus.

Eine Frau, anmutig, geheimnisvoll, stark.

Wie sie heißt, wissen wir nicht.

Was sie tut, das tut sie leise, aber ihre Handlung hat eine unbändige Kraft.

Sie hält eine kostbare Flasche Öl in der Hand. 300 Denare ist es wert, einen ganzen Jahreslohn hält sie in den Händen. Ohne zu zögern zerbricht sie sie und salbt Jesus damit.

Was die anderen im Raum noch nicht wahrhaben wollen, das sieht diese Frau klar: Jesus wird sterben. Und weder Schönreden, noch Wegducken, noch Klagen wird irgendetwas an dieser Tatsache ändern.

Unsere Zeit, sie ist jetzt. Sie ist nicht morgen und nicht übermorgen, sie ist da und wie lange sie dauern wird, das können wir nicht wissen.

Der Raum füllt sich mit dem wunderbaren Geruch des Öls. Es ist, als würde die Welt für einen Moment anhalten.

Jesus lässt es sich gefallen, und für einen Moment ist er der König, den bis jetzt keiner in ihm sieht. Kostbar war der Moment als sie mit leichtem Gang die Mauer der Bedenken durchschritt um Trost zu schenken. Kostbar war der Moment.

Für sie ein Lobgesang. Scherben, Tränen, Liebe, Verzweiflung und Trost.

Diese Szene beschreibt das Leben in seiner ungebremsten Kraft. Hier plätschert nichts vor sich hin. Wir hören von einem der kostbarsten Geschenke, die ein Mensch einem anderen Menschen machen kann: Trost geben im Angesicht des Todes.

Und es bricht mir das Herz, wenn ich an die vielen Menschen denke, die ihrem eigenen Tod gerade ins Auge blicken: Auf den Intensivstationen auf der ganzen Welt, die nur mit Smartphones in den Händen letzte Worte an ihre Liebsten richten können.

Da ist keine Berührung, da ist kein Lächeln, da ist keine Hand, die dich hält. Sie müssen alleine sterben.

Allein mit dem Tod sind die Sterbenden und allein mit der Trauer sind die, die zurückbleiben. Scherben, Tränen, Liebe, Verzweiflung - wo bleibt der Trost?

Wer kann ihn uns geben?

Kostbar war der Moment, als sie das Siegel brach und Duft das Haus erfüllte, sie zärtlich Ängste stillte. Kostbar war der Moment. Erinnerung wirkt nach.

Wir wissen nicht, ob der Tod morgen kommt. Aber er rückt näher an uns heran und wir können nur hilflos aushalten, dass wir nichts wissen, dass wir keine verlässlichen Prognosen haben, und dass alles anders kommen könnte, als wir uns das erhoffen.

Wie kostbar Zeit ist, das erleben wir jetzt schmerzlich. Die Frau verwandelt ihre Hilflosigkeit in Liebe. Sie gibt alles, was sie hat. Symbolisch ist das die teure Flasche Öl. Sie gibt, was sie geben kann. Sie verschwendet ihre Liebe.

Wir sind keine Maschinen. Wir können unsere Angst nicht auf Knopfdruck in Zuversicht verwandeln und unsere Hilflosigkeit in Mut. Aber das große Vertrauen dieser Frau und das Wirken des Geistes in diesem so kostbaren Moment, von dem wir lesen, können uns Wegweiser sein für unseren ganz eigenen Weg durch diese schwere Zeit. „Gott gibt uns Schweres auf,“, heißt es im 68. Psalm, „aber er hilft uns auch tragen“.

Kostbar war der Moment, als Jesus sie bewahrt, sie schütze und sie ehrte, als sie sein Danken hörte.

Kostbar war der Moment, als Gott den Raum betrat.

Text: Pastorin Bente Küster

Und hier zum Hören: Palmsonntag

 

 

Gebet

Gebet (nach Nadia Bolz-Weber)

Dass wir allen Komfort und die Bequemlichkeiten, die unser Leben umgaben, nicht oft genug als Segen betrachtet haben, sondern als selbstverständlich hingenommen haben.

Vergib uns, Gott.

Für alle von uns, die jetzt allein und nicht in der Gemeinschaft trauern müssen.

Tröste uns, Gott

Für alle von uns, die sich um die Kranken kümmern.

Beschütze uns, Gott.

Gib uns die Fähigkeit, all die Angstmacherei, die wenig hilfreichen Kommentare und die schlimmsten Szenarien nicht andauern anzuklicken.

Stärke uns, Gott.

Für alle, denen nichts Kreatives mehr einfällt, was ihnen hilft, die Zeit mit den Kindern in der Wohnung durchzustehen.

Inspiriere uns, Gott.

Für die unter uns, die sich jetzt zuhause selber Ponys schneiden.

Leite uns an, Gott.

Die Gnade, dass wir und andere jetzt einfach nicht produktiv und kreativ sein müssen.

Schenke sie uns, Gott.

Dass diejenigen großzügig sind, die jetzt mehr Kraft als andere haben.

Mach es möglich, Gott.

Befreie uns von selbstsüchtigen Neigungen. Wir sind doch deine Kinder und niemand von uns hat schon einmal eine Pandemie erlebt.

Lieb uns, so wie wir sind, Gott.

In den Tagen, die kommen, sei bei uns. Gott, ungebunden an die Zeit, du bist schon gegenwärtig in der Zukunft, die wir heute fürchten.

Hilf uns, das zu glauben, Gott. Amen

 

 

Podcasts für die Zeit von Palmsonntag bis Ostern und darüber hinaus

 

Palmsonntag

Für alle Tage

Hier werden wir im Laufe der Zeit  immer wieder Neues einstellen. Seien Sie gespannt!

 

 

 

 

 

ALLE VERANSTALTUNGSTERMINE DER GEMEINDE SIND VORERST GESTRICHEN!!!

+++ AKTUELLE HINWEISE+++

Liebe Mitmenschen,

auch wir als Kirchengemeinde wollen und müssen unseren Beitrag dazu leisten, dass der Vormarsch des Corona-Virus verlangsamt wird.

Das ist für uns alle nicht leicht und verlangt Vieles von uns ab. Dinge, die bis vor einigen Tagen noch selbstverständlich waren, sind nun nicht mehr möglich.

Wir erleben schmerzhaft, dass unsere Freiheit nun für lange Zeit eingeschränkt sein wird.

Unsere dringende Bitte:

Lasst uns, so viel es geht, zuhause bleiben und nur dann das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist.

Wir können damit Leben retten!

Gerade jetzt können uns Worte der Bibel zu Segensworten werden, die uns durch diese Zeit begleiten können.

Im 2. Brief des Timotheus lesen wir: „Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

Für unser Gemeindeleben bedeutet das konkret: · Ab sofort sind im Raum unserer Kirchengemeinde ALLE Gottesdienste und Veranstaltungen AUSGESETZT, für die wir verantwortlich sind.

Ausgenommen davon sind Beerdigungen.

Hierfür wird mit den Familien nach einer individuellen Lösung gesucht. 

Unsere Kirche wird zu den Marktzeiten als Raum der Stille und des Gebets geöffnet sein.

Außerdem können Gebetsanliegen am Telefon, per Mail oder als Nachricht in unseren Briefkasten mitgeteilt werden.

Pastorin Küster erreichen Sie unter der Nummer 040/73091165.

Wir weisen zudem auf die Gottesdienste im Radio, Fernsehen und Internet hin.Siehe Artikel weiter unten.

Mit Blick auf unsere Mitarbeitenden empfehlen wir den Kontakt per Telefon oder Mail.

Das Kirchenbüro ist für Publikumsverkehr geschlossen.

Marina Peters, 040/7226315 buero@kirche-reinbek-west.de

Unser Blick gilt vor allem der Risikogruppe unserer älteren Mitbürger*innen und derer mit einem geschwächten Immunsystem.

Sollte hier Hilfe nötig sein, z.B. beim Einkaufen oder bei Erledigungen im öffentlichen Raum, stehen wir als Kirchengemeinde gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Jeder und jede möge achtsam für sich und seine Lieben entscheiden.

Auch wenn wir nicht mehr zusammen Gottesdienst feiern können: Gerade jetzt ist unsere christliche Gemeinschaft wichtiger denn je. Wir hören nicht auf, für all die zu beten, die in dieser Zeit von Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und Angst bedroht sind. Für all die, die sich an verschiedenen Stellen um die Sicherheit in unserem Land kümmern und unermüdlich arbeiten. Und vor allem jenen, die selber erkrankt sind und auf Genesung hoffen.

Gott segne Sie und euch in dieser Zeit!

Jesus Christus spricht: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt!“

Reinbek, am 18. März 2020

Für den Kirchengemeinderat Ev.-Luth. Kirchengemeinde Reinbek-West

 

 

Hilfe - praktisch. Hilfe - im Gespräch.

Segensgrüße

Viele Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen

dürfen zur Zeit wegen des Corona-Virus keinen Besuch ihrer Angehörigen mehr empfangen.

Das macht traurig und einsam.

Wir bitten Sie: Schicken Sie Bilder und gute Gedanken!

Schreiben Sie einen Brief an einen älteren Menschen.

Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie gut durch die Corona-Isolation kommen.

Schicken Sie Gedichte, Bilder, Gedanken, Gebete.

Wenn Sie mögen, schreiben Sie Ihren Namen und die Absendeadresse dazu.

Vielleicht ist das der Beginn einer Brieffreundschaft!

Aber bitte haben Sie Verständnis, wenn eine ältere Person nicht auf Ihren Brief antwortet.

Stecken Sie den Brief bei uns in den Briefkasten am Gemeindehaus. Wir sammeln die Briefe und verteilen sie!

 

 

 

Glocken ja, Gottesdienste nein...

Unsere Glocken rufen üblicherweise zum Gottesdienst.

Nun aber gibt es erst einmal keinen Gottesdienst.

Und doch werden die Glocken zu Gottesdienstzeiten läuten.

Wäre das nicht eine gute Gelegenheit, ein Gebet in der Stille zu sprechen... und wenn wir dies tun, zu wissen, dass auch andere das gleiche tun?

Eine geistliche Gemeinschaft durch das gleichzeitige Beten könnte entstehen.

 

 

 

Kirche und Religion im Radio und im Fernsehen

Da wir uns derzeit nicht zum Gottesdienst in der Kirche treffen können, hier eine Zusammenstellung kirchlicher Sendungen der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten: hier klicken.

 

 

Kirche digital

Als digitaleNordkirche können wir auf ganz neue Weise in Gemeinschaft sein:

in Netzwerken allgemein,

über digitale Angebote,wie z.B. Predigten und Gottesdienste auf

   You tube 

Kirche im NDR

Predigten als Podcast von Jonas Goebel

    Predigten als Podcast von Sara Burghoff

 Podcasts gibt es generell zu vielen Glaubensthemen. Hier gibt es eine Übersicht.

 

 

Handlungsempfehlungen der Nordkirche

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2)

hat die Nordkirche Handlungsempfehlungen für Gottesdienste und kirchliche Versammlungen zusammengestellt. Stand: 13. März 2020: Handlungsempfehlungen

 

 

Herzlich willkommen!

Schauen Sie sich um, hier auf unserer Seite im Netz. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann

kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei!

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