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Unsere Kirche

Unsere Kirche im Sommer, gesehen von H. Damerow

 

 

Das Selbstverständnis unserer Gemeinde

 

Wir wissen uns als Christen und Christinnen der Kirchengemeinde Reinbek-West von der Verkündigung Jesu und Gottes liebender Zuwendung zu uns Menschen und seinem Bund getragen. Die Gottesdienste und die häufige Feier des Abendmahls sind ein Ort der gemeinsamen Vergewisserung.

Wir streben danach, in unserem Gemeindeleben die tragende, tröstende und befreiende Kraft des Evangeliums zu leben und auszustrahlen.
Dabei versteht sich die Gemeinde als weltoffen und missionarisch mit lebender Vielfalt. Fröhlichkeit, Begeisterung und Toleranz soll in der Gemeinde sichtbar werden, ausstrahlen und damit einladen, über die Generationen hinweg Gemeinschaft in Christus zu leben.

Die seelsorgerliche Begleitung der Menschen in ihren verschiedenen Lebenssituationen ist ein Schwerpunkt der pastoralen Arbeit. Viele Ehrenamtliche sind in der Gemeinde segensreich tätig. Die Gemeinde steht in der lebendigen Tradition von demokratischen Werten getragen zu sein und bezieht mutig Stellung in unserer Welt.

 

 

Wollen Sie wissen, warum wir einen Kirchentisch haben?

Was machen wir?

Zweimal in der Woche, montags und freitags, verteilen wir gespendete Lebensmittel an die Bedürftigen, die mit uns leben.

Warum machen wir das?

Glauben drängt nach außen – will gelebt und ausgedrückt werden.

Das Wort, das uns lebendig macht, bewegt uns – auch hin zu denjenigen, die es nicht so gut haben.

Der Blick zu den Schwachen ist tief in der biblischen Tradition verankert. In alttestamentlichen Kontexten wird immer wieder auf die Situation der Witwen, Waisen und Fremden hingewiesen. Mit der Maßnahme der Einführung des Zehnten, des Zinsverbots und des Schuldenerlasses soll ihr Leid gemildert werden. Auch das bereits in Lev 19,18 formulierte Gebot der Nächstenliebe,  macht deutlich, dass die Liebe Gottes eine menschliche Antwort erfordert. Jesus selbst war Jude – diese Traditionen haben auch ihn geprägt. Das Neue Testament erzählt von dem, was Jesus selbst getan hat. Er hat sich den Menschen zugewendet und ihnen auf unterschiedliche Weise geholfen: er heilte Kranke, nahm keinen Anstoß an gesellschaftlich Stigmatisierten und begegnete jedem Menschen mit Offenheit. In seiner großen Rede hat Jesus Doppelgebot der Nächstenliebe an prominente Stelle gesetzt. Die Gleichnisse, die er uns mitgegeben hat, zeugen von Hilfsbereitschaft, wie z.B. beim Gleichnis des barmherzigen Samariters.

Dabei ist für mich entscheidend: um unterstützt zu werden, um Hilfe zu bekommen, muss ich nichts vorher getan haben. Das hat Jesu Zuwendung ausgemacht: sie ist voraussetzungslos!

Das ist Nachfolge, helfen, wenn jemand Hilfe braucht; unterstützten, wenn ich es kann; füreinander da sein; miteinander leiden; die Last des anderen mittragen; den Schmerz lindern, all das hat die christliche Gemeinschaft von Anfang an ausgezeichnet.

Nächstenliebe ist dabei das Schlüsselwort. Die Würde eines jeden Menschen, ungeachtet seines Geschlechts, Status, Gesundheitszustands und Weltanschauung, muss gewahrt bleiben.

Es ist ein moderner Begriff. Doch schon früh haben sich Christen für Würde eingesetzt, begründet in der Gottesebenbildlichkeit jedes Menschen.

Dieses Konzept war so erfolgreich, dass christlich motivierte Werte in einen allgemeinen Wertekanon aufgenommen wurden.

Ausdruck von Würde jedes Einzelnen stellt sich dabei als Teilhabe dar: haben alle Menschen Zugang zu Nahrung, Wohnung, Bildung, ärztlicher Versorgung, politischer und gesellschaftlicher Mitgestaltung?

Sollte das nicht der Fall sein, sollte der Glauben an den Gekreuzigten und Auferstanden dazu drängen, sich dafür einzusetzen.

Genau das tun wir! Es ist kaum möglich von der Mindestversorgung zu leben – und wenn nur unter großen Entbehrungen.

Solange sich diese Rahmenbedingungen nicht verändert haben, sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Menschen vor Ort - ungeachtet ihres Geschlechts, Status, Gesundheitszustands und ihrer Weltanschauungen – mit dem Nötigsten zu unterstützten! Pastorin Barbara Schöneberg-Bohl