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Kirche

Das Kirchengebäude

Betritt man den Kirchenraum vom Haupteingang her, fällt der Blick geradeaus auf das Kreuz, das hinter dem blockförmigen Altar als filigranes Zeichen vor der weißen Rückwand aufragt. Flankiert wird es von je zwei hohen Leuchtern, in denen sich die senkrechte Betonung der Architektur ebenfalls spiegelt.

Die Anordnung entpricht einem einheitlichen Konzept: der in schlichter evangelischer Tradition gedachte Sakralbau sollte durch die Objekte darin nicht in seiner Grundidee beeinträchtigt werden. Gestaltet wurden Kruzifix und Leuchter — wie auch das Lesepult und die Taufschale — von Hans-Werner Peters (*1929). Für ihn war es nach dem zweiten Weltkrieg und dem grauenhaften Holocaust undenkbar, dem Gekreuzigten eine wie auch immer geartete Form zu geben, die nicht zugleich ungefällig war: „Es ging schließlich um die schrecklichste Art zu sterben“. Im „Brennpunkt“ des Altarraums steht deshalb eine Jesusfigur, deren Leiden durch den leblosen Körper hindurchscheint und dadurch für uns sichtbar bleibt.

Leuchter, Lesepult und Kreuz sind aus verkupfertem Stahl, Taufschale und Christus aus Bronzeguß.

Die Gemeinde, die ihren Kirchenraum nicht nur aus architektonisch-künstlerischer Sicht betrachtet, sondern ihn mit Leben erfüllen will, hat besondere Erwartungen: Sie will sich heimisch fühlen. So sind im Laufe der Jahre Änderungen in Abstimmung mit dem Architekten durchgeführt worden, wobei der vielfach geäußerte Wunsch nach größerer Wärme und Geborgenheit im Vordergrund stand. Viele Gemeindeglieder empfanden die eindrucksvolle hohe, weiße Altarwand mit dem leidenden Jesus, der allein die Blicke auf sich zog, auf Dauer als zu belastend. So wurde die Altarwand immer wieder mit Bildern geschmückt oder diente als Projektionsfläche für Dias. 

Den  Hinweis auf die Befreiung und Überwindung von Leid und Tod will der von Roland Hartmann gefertigte Kronleuchter über dem Altar geben. Der zur Dornenkrone knorrig gefügte und mit Stacheln behaftete Kranz nimmt Schmerz und Leid des Kreuzes auf. Aber er bleibt nicht im Dunkeln, sondern wird erhellt zur Triumphkrone, führt von Karfreitag nach Ostern.

Ursprünglich geplante, aber noch nicht verwirklichte Buntglasfenster könnten die Atmosphäre des Kirchenraumes wesentlich verändern.